Am vergangenen Wochenende stand Ahrensburg erneut ganz im Zeichen des deutschen Seniorenhandballs. Zum zweiten Mal in Folge wurde in der Heimgartenhalle die inoffizielle Deutsche Meisterschaft für Ü40-Teams ausgetragen. Der Ahrensburger TSV bot als Gastgeber wie schon 2025 Spielern, Offiziellen und Zuschauern ein bestens organisiertes Turnier mit spannenden und fairen Begegnungen auf hohem sportlichem Niveau.
„Wir sind stolz, dass die Deutsche Meisterschaft erneut in Ahrensburg stattfinden konnte“, freute sich Lars Kiesbye, Handball-Abteilungsleiter des ATSV. „Ein riesiges Dankeschön geht an alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unseres Vereins, allen voran Michael Degenhard für die hervorragende Organisation, und auch an Merten Traulsen für die professionelle Video-Übertragung“, so Kiesbye. „Dank dieses Engagements konnten wir allen Teams ein unvergessliches Turnier bieten.“
Sportlich setzte sich am Ende im starken Teilnehmerfeld mit neun Teams aus allen Ecken der Republik hochverdient der brandenburgische Meister HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst die Krone auf löste damit den HSV Dresden ab, der den Wettbewerb 2025 gewann. Im Finale bezwang der Turnierfavorit, der mit 43 Jahren im Schnitt auch die jüngste Mannschaft stellte, den Niendorfer TSV mit 19:16 und sicherte sich damit den Titel des Deutschen Meisters Ü40. Die HSG überzeugte über das gesamte Turnier hinweg mit großer Routine, einer stabilen Defensive und der nötigen Cleverness in den entscheidenden Momenten. Das Team von Regisseur Sascha Klimczak, der mit dem Ludwigsfelder HC einst in der damals drittklassigen Regionalliga gegen den ATSV antrat (Bericht Hinspiel 05/06, Rückspiel 05/06, Hinspiel 06/07, Rückspiel 06/07), und dem zweitligaerfahrenen Rechtsaußen Marcus Leuendorf, der mit 21 Treffern am Ende auch die Torjägerkrone des Turniers gewann, gab im gesamten Turnier nicht einen Punkt ab. Im Halbfinale setzte sich die Mannschaft deutlich gegen den Gastgeber aus Ahrensburg mit 14:5 durch, der zuvor in der Gruppenphase nach einer unglücklichen 7:8-Auftaktniederlage gegen den schleswig-holsteinischen Vizemeister SG WIFT Neumünster drei Siege gegen den TV Spaichingen aus Baden-Württemberg (5:4), den niedersächsischen Vertreter HSG Schaumburg Nord (10:7) und das zweite baden-württembergische Team von der SG Hambrücken/Weiher (9:3) einfahren konnte.
Im Spiel um Platz drei durften dann aber auch die Hausherren jubeln. Die Schlossstädter zeigten im kleinen Finale erneut gegen die SG WIFT Neumünster großen Kampfgeist, holten einen Fünf-Tore-Rückstand auf und belohnten sich nach Verlängerung mit einem knappen 17:15-Erfolg. Damit sicherten sich die Schlossstädter die Bronzemedaille vor heimischem Publikum und sorgten für einen tollen Abschluss aus ATSV-Sicht.
Neben den sportlichen Entscheidungen stand erneut die Organisation im Mittelpunkt vieler positiver Rückmeldungen. Spieler und Verantwortliche lobten die reibungslose Durchführung, die guten Rahmenbedingungen in der Heimgartenhalle sowie die angenehme, familiäre Atmosphäre während des gesamten Wochenendes. Zahlreiche Helferinnen und Helfer des ATSV trugen mit ihrem Einsatz dazu bei, dass sich alle Mannschaften willkommen fühlten. Auch Organisator Degenhard lobte seine Mitstreiter aus der gesamten Handballabteilung und wandte sich direkt an sie: „Alle haben uns gelobt, ich habe nicht eine Kritik gehört“, erklärte er. „Das, was ihr wieder gemacht habt, war unglaublich.“
So wurde auch diese zweite Auflage der Ü40-Deutschen Meisterschaft in Ahrensburg nicht nur sportlich, sondern auch menschlich zu einem vollen Erfolg. Nach dem letzten Abpfiff nutzten viele Teams die Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch und ließen das Turnier bei Gesprächen und geselligem Beisammensein ausklingen. Zum Abschluss wurde am Abend dann noch gemeinsam mit mehreren Teams das EM-Spiel Deutschlands gegen Norwegen in der Halle auf einer Leinwand geschaut und über den Sieg der deutschen Mannschaft gejubelt.