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Die Sensation ist perfekt / 1. Herren – 1. HC Quickborn 35:27 (14:13)

Die Oberliga-Handballer des Ahrensburger TSV haben die Sensation geschafft. Am letzten Spieltag besiegte das Team von Trainer Tim Laveaux vor eindrucksvoller Kulisse in der Heimgartenhalle den 1. HC Quickborn mit 35:27 (14:13), holte sich damit nach 2003 und 2005 zum dritten Mal die Hamburger Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga.

Grenzenlos war der Jubel, als es letztlich geschafft war. Bis in die Nacht wurde die Riesenüberraschung gemeinsam mit den Fans gefeiert. Denn mit so einem Erfolg hatten wohl selbst die kühnsten Optimisten vor der Saison nicht gerechnet. HHV-Präsident Dr. Knuth Lange und Erwachsenenspielwartin Nursel Erdogan übergaben nach der Partie den Acrylpokal, die Urkunde und eine Magnumflasche Sekt und gratulierten herzlich zum Meisterstück. Weil auch die Ü40-Mannschaft des ATSV einen Tag zuvor denkbar knapp den Titel geholt hatte, wurde auch die Ehrung für die Senioren gleich mitgemacht. Höhepunkt des Wochenendes war aber natürlich der Titel der Männer, die in der nächsten Saison in der vierthöchsten Spielklasse antreten dürfen.

Datei taten sich die Laveaux-Schützlinge gegen den Gast aus Quickborn lange Zeit sehr schwer. Schon das Hinspiel hatte der ATSV mit 34:38 verloren – eine von nur vier Saisonniederlagen. Nach einem Blitzstart zum 3:0 ließen die Schlossstädter den Ausgleich zu und mussten sogar mehrfach den Rückstand hinnehmen. Ein erneuter 3:0-Lauf brachte die 14:11-Führung (28.). Doch die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste ließen sich nicht abschütteln und kamen bis zur Pause wieder auf ein Tor heran.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst spannend. Erst nach dem zwischenzeitlichen 19:17 konnten sich die Hausherren mit erneut drei Treffern in Serie innerhalb von nur 73 Sekunden auf 22:17 absetzen (40.). Entschieden war die Partie damit jedoch noch lange nicht. Auf näher als vier Tore kam Quickborn jedoch zu keinem Zeitpunkt mehr heran. Erst der letzte 3:0-Lauf von 29:25 (55.) auf 32:25 (57.) machte endgültig den Deckel drauf.

Nun endlich entspannten sich die Gesichter auf Spielfeld und Bank. Nach dem Abpfiff gab es dann kein Halten mehr. Ausgelassen tanzten die Ahrensburger im Kreis. Außerdem wurden goldene Kronen und die vorsorglich organisierten Meister-T-Shirts verteilt. Und nach dem abschließenden Gruppenbild nahm die große Feierei ihren Lauf.

Der Erfolg ist auch deshalb besonders hoch zu bewerten, weil der ATSV in der Schlussphase der Saison auch die Ausfälle von Haupttorschütze Lukas Laveaux (Kreuzbandanriss), Bastian Blietz (Fingerbruch) und Mario Reuter (Muskelfaserriss) wegsteckte. Mit großem Teamgeist und vielen jungen Talenten wurde so am Ende der Titel eingefahren.

Die Saison in der Regionalliga ist nun eine große Herausforderung, die ohne weitere Verstärkung kaum zu schaffen ist. Deshalb laufen die Planungen bereits auf Hochtouren. Doch zunächst einmal stand nach dem letzten Meisterschaftsspiel das Erreichte im Vordergrund. Und ganz vorbei ist es ja auch noch nicht. Denn am Freitag (18 Uhr, Ellerbek) könnte der ATSV beim „Final Five“ des Hamburger Handball-Verbands sogar das Double perfekt machen. Im Endspiel um den Hamburger Pokal ist die Laveaux-Sieben beim Regionalligadritten TSV Ellerbek allerdings klarer Außenseiter.

Aufstellung ATSV (Tore/Siebenmeter): Nils Himmelsbach (5 Paraden, 26,3 %), Christian Lamprecht (2 Paraden, 15,4 %), Christian Cornehl – Robin Samusch (8), Thilo Saß (7/3), Tobias Kahl (5), Tim Robinson (4), Markus Fraikin (4/2), Jesper Meyer, Jascha Deeken (je 2), Joshua Gertz, Malte Lauritzen, Paul Dargel (je 1), Max Ehrentraut, Joschka Grunwald, Daniel Schulz.

Quickborn: Ben Kamin, Colin Hannig – Nils Martens (6), Valentin Schmuggerow (5/2), Finn Hoyer, Carl-Simon Ullfors (je 4), Thorben Kuhlmann (3), Sören Fritsch, Maurice Mannhaupt (je 2), Bjarne Bucken (1), Marlon Kriebisch, Peer Kurschus.

Siebenmeter: 7/5 : 4/2 (Fraikin und Saß scheitern an Kamin – Ullfors gegen Himmelsbach an Latte und Pfosten).

Zeitstrafen: 5:5 (Meyer 21., 28., Samusch 23., Gertz 32., Schulz 60. – Hoyer 2., Ullfors 19., 55., Kurschus 48., Kuhlmann 59.).

Rote Karte: Bucken (Quickborn, 16.).

Schiedsrichter: Tim Kempe, Philip Sen Gupta (TSV Ellerbek, Rellinger TV).

Fotos von Spiel und Feier findet Ihr in unserer Fotogalerie. Das Spiel in voller Länge gibt es bei YouTube.

Spielplan/Ergebnisse

Tabelle

Markus Fraikin

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