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1. Herren Saison 2025/26

Niederlage im Spitzenspiel / TV Fischbek – 1. Herren 32:25 (17:12)

Im Topspiel beim TV Fischbek unterlagen die Oberliga-Handballer des Ahrensburger TSV mit 25:32 (12:17) und vergaben damit die Chance auf die vorübergehende Tabellenführung. Mit 11:5 Punkten steht das Team von Trainer Tim Laveux auf Rang vier.

Vor dem Spiel war klar, dass der Sieger zumindest vorübergehend die Spitzenposition in der Oberligatabelle übernehmen würde. Mit Lukas Laveaux (Arbeit), Bastian Blietz (privat verhindert), Tobias Kahl (Schulter), Joschka Grunwald (Urlaub) und Tim Robinson (mit Schule in Frankreich) fehlten allerdings wichtige Stützen und am Ende auch die Alternativen. Zwar hielten die Schlossstädter zu Beginn gut mit, scheiterten aber ein ums andere Mal mit klaren Torgelegenheiten am gegnerischen Torhüter. Weil in der Folge auch in der Abwehr zu viele Zweikampfduelle verloren wurden, sah sich Laveaux nach 16 Minuten beim Stand von 6:10 zu einer ersten Auszeit gezwungen. Trotzdem konnten die Hausherren anschließend sogar auf bis zu 15:7 erhöhen (24.). Mit drei Toren in Folge kämpfte sich der ATSV wieder auf 10:15 heran, bevor die sicherlich kurioseste Szene des Spiels folgte. Bei einem Tempogegenstoß wurde Max Ehrentraut vom herauslaufenden gegnerischen Torwart gebremst, der mit einem Sprung liegend in Ehrentraut hineinrutschte. Der ATSV-Youngster konnte zwar den Ball ergattern und aus dem Sitzen mit einem Wurf aufs leere Tor zum 11:15 verkürzen (27.), doch zur Verwunderung aller erfolgte anschließend keinerlei Strafe für dieses Einsteigen des Torwarts. Ehrentraut trug eine blutende Wunde an der Wade davon und spielte anschließend auch noch weiter. Beim Röntgen am Montag wurde dann zu allem Überfluss allerdings auch noch eine Haarriss-Fraktur an der linken Hand diagnostiziert, die eine Pause von mindestens sechs Wochen nach sich ziehen wird. Statt der von allen erwarteten Strafe für den gegnerischen Torhüter, der über die gesamte Partie eine starke Leistung zeigte, gab es ohne eine weitere Absprache zwischen den Schiedsrichtern lediglich eine Ermahnung für die Ahrensburger Bank, die sich lautstark über das Einsteigen echauffierte. Erst nach der Halbzeitpause folgte kurz vor Wiederanpfiff eine Erklärung der Schiedsrichter, dass in dieser Szene eine Rote Karte die „richtigere“ Entscheidung gewesen wäre.

In der zweiten Hälfte konnten die Gastgeber den Vorsprung zunächst wieder auf sieben Tore ausbauen (21:14, 38.). Die Stormarner gaben aber nicht auf und kämpften sich wieder auf 20:24 heran (48.). In der hitzigen Partie gab es in der zweiten Hälfte noch auf jeder Seite jeweils eine direkte Rote Karte. Die Ahrensburger mussten am Ende dann auch noch auf Thilo Saß verzichten, der sich einen Cut am Kinn zugezogen hatte, der anschließend im Krankenhaus geklebt werden musste. Trotzdem unternahm der ATSV nach dem 22:28 (55.) und einer weiteren Auszeit mit einer offenen Deckung einen letzten Versuch, verkürzte dank schneller Ballgewinne auch noch einmal auf 25:28, konnte am Ende aber nicht mehr nachlegen. Letztlich ging der Fischbeker Sieg deshalb auch in der Höhe in Ordnung.

Am kommenden Sonntag (17.30 Uhr, Heimgarten) erwarten die Ahrensburger zu Hause den Tabellenvorletzten Rellinger TV II (2:16 Punkte).

Aufstellung ATSV (Tore/Siebenmeter): Nils Himmelsbach, Christian Lamprecht, Christian Cornehl – Mario Reuter (8/5), Jascha Deeken (4), Thilo Saß, Joschua Gertz (je 3), Robin Samusch, Peter Ubert (je 2), Markus Fraikin (2/1), Max Ehrentraut (1), Daniel Schulz, Luca Kuschel, Ole Schwartz, Malte Lauritzen.

Fischbek: Maurice Mensing, Bjarne Maerz – Fabrice Bruce (9/6), Jannes Haberecht (5), Jan-Malte Augustin, Soeren Siemens, Jovan Conjic, Marek Struß (je 3), Tim Kappel (2), Janik Rust, Elias Martens, Tim Kahrs, Rasmus Kruip (je 1), Cuan Karaca.

Siebenmeter: 8/6 : 9/6 (Himmelsbach pariert gegen Conjic, Nachwurf verwandelt, Lamprecht pariert gegen Bruce – Reuter (2x) und Fraikin vergeben).

Zeitstrafen: 3:5 (Martens 7., Struß 45., Kahrs 49. – Reuter 13., Samusch 16., Schwartz 22., Ehrentraut 28., 35.).

Rote Karte: Ehrentraut (ATSV, 40.), Kappel (Fischbek, 54.).

Schiedsrichter: Matthias Hochsprung, Stephan Kamp (GW Eimsbüttel).

Markus Fraikin

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