Niederlage im Topspiel / FC St. Pauli – 1. Herren 35:31 (15:13)
Im Spitzenspiel der Oberliga haben die Handballer des Ahrensburger TSV beim FC St. Pauli eine 31:35 (13:15)-Niederlage kassiert. Im Duell des Spitzenreiters und seines ärgsten Verfolgers setzten sich die Kiez-Handballer verdient durch und übernahmen damit selbst die Tabellenführung.
Dabei ging es durchaus vielversprechend los für die Schützlinge von Trainer Tim Laveux. Mit 3:1 führte der ATSV nach fünf Minuten. Doch dann drehte der Regionalligaabsteiger und Topfavorit auf den Wiederaufstieg auf, traf innerhalb von nicht einmal 90 Sekunden vier Mal in Folge zum 5:3 (8.) und erhöhte nach dem zwischenzeitlichen 5:4 (8.) mit einem weiteren 4:0-Lauf sogar auf 9:4 (15.). Zwar hielt Ahrensburgs Keeper Nils Himmelsbach wie ein Weltmeister und hatte am Ende 18 Striche für Paraden in der Statistik, aber vor allem im Angriff produzierten seine Vorderleute zu viele Fehler. 16 Fehlwürfe und zehn technische Fehler und Fehlpässe standen nach 60 Minuten zu Buche. Trotzdem kämpften sich die Schlossstädter vor der Pause wieder auf zwei Tore heran.
Kurz nach Wiederanpfiff gelang sogar noch einmal der Ausgleich zum 15:15 (33.), dann übernahmen wieder die Gastgeber das Heft. Die Stormarner blieben allerdings dran und ließen sich nicht abschütteln. Knapp drei Minuten vor dem Ende gelang noch einmal der Anschluss zum 31:30. Aber mit zwei Treffern zum 33:30 (60.) machte St. Pauli schließlich alles klar.
In der Tabelle sind nun beide Teams punktgleich. Wegen des gewonnenen direkten Vergleichs steht der FC St. Pauli ganz oben.
Am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) empfangen die Ahrensburger (21:7 Punkte) den Tabellenzehnten SG Hamburg-Nord II (8:18). Das Hinspiel hatte der ATSV mit 34:37 verloren, dann jedoch nachträglich am Grünen Tisch beide Punkte wegen des Einsatzes eines nicht teilnahmeberechtigten Spielers zugesprochen bekommen. Das gleiche Duell wird es dann noch ein weiteres Mal in dieser Saison geben. Denn auch im Viertelfinale des HHV-Pokals wurde dem ATSV ein Heimspiel gegen die SG Hamburg-Nord II zugelost. Der Termin steht noch nicht fest. Gespielt werden muss bis zum 5. März.
Aufstellung ATSV (Tore/Siebenmeter): Nils Himmelsbach (18 Paraden/37,5 %), Christian Lamprecht (für 2 7m/1 Parade/50 %), Christian Cornehl – Lukas Laveaux (8), Tobias Kahl (6), Thilo Saß (5), Tim Robinson, Jascha Deeken (je 4), Mario Reuter (3/2), Malte Lauritzen (1), Robin Samusch, Markus Fraikin, Peter Ubert, Joschka Grunwald, Daniel Schulz, Joshua Gertz.
St. Pauli: Lukas Diel (1), Peter Feuerstein – Keno Spelsberg (11), Jacob Cordes, Renke Stehen (je 5), Kajo Hinz, Konstantin Wilde (je 4), Meeno Reshöft (2), Tyler Max, Oliver Daut (je 1), Jens Dening (1/1), Felix Hoppe, Aljoscha Mick, Luis Moser, Rico Toben, Finn-Max Röpcke.
Siebenmeter: 2/1 : 3/2 (Lamprecht pariert gegen Wilde – Reuter scheitert am Torhüter).
Zeitstrafen: 5:2 (Wilde 3., 21., Moser 29., Dening 50., Stehen 58. – Reuter 13., Samusch 46.).
Schiedsrichter: Marcus Ochmann, Gerald Reese (HTS/BW96 Handball, TV Fischbek).




