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1. Herren - Eilbeck

Nur noch ein Sieg fehlt zu Meisterschaft und Aufstieg / TH Eilbeck – 1. Herren 19:23 (12:14)

Die Oberliga-Handballer des Ahrensburger TSV stehen kurz vor der Sensation. Mit einem Sieg am Sonntag (17.30, Heimgarten) gegen den Tabellenelften 1. HC Quickborn kann das Team von Trainer Tim Laveaux die Hamburger Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga perfekt machen. Die wichtige vorletzte Partie beim TH Eilbeck gewannen die Schlossstädter mit 23:19 (14:12) und stehen vor dem Saisonfinale mit 37:9 Zählern in der Tabelle einen Punkt vor dem einzig verbliebenen Konkurrenten FC St. Pauli vorn.

Nach Platz neun im Vorjahr und Rang sieben in der ersten Saison nach dem Aufstieg aus der Landesliga 2023 wären Titel und Aufstieg in die Viertklassigkeit der größte Erfolg des Teams seit den beiden Meisterschaften in den Jahren 2003 und 2005, die jeweils sogar den Schritt in die damals noch drittklassige Regionalliga ermöglichten. Mit einem erst 23-jährigen Trainer, der das Team gezielt verstärkte und vor allem auch verjüngte, ist nun die Riesenüberraschung möglich.

Gegen die „Eilbeck Pelicans“ war es vor allem die Defensive, die den Sieg möglich machte. Zudem zeigte Nils Himmelsbach in seinem ersten Spiel nach Babypause im Tor mit 14 Paraden und einer Quote von 46,7 % gehaltener Bälle eine starke Partie. Als er den Platz zwischen den Pfosten in der Schlussphase für Christian Lamprecht freimachte, reihte diese sich nahtlos ein und lieferte ebenfalls noch zwei wichtige Paraden (50 %).

Im Angriff lief es hingegen eher schleppend. Ohne die verletzten Lukas Laveaux (Kreuzbandanriss), Mario Reuter (Muskelfaserriss) und Bastian Blietz (Fingerbruch) sowie Peter Ubert (privat verhindert) gingen die Ahrensburger zunächst 4:1 in Führung (6. Minute). Doch die Hausherren kamen wieder heran, glichen zum 7:7 auf (17.) und gingen sogar mit 10:9 in Führung (23.). Zur Pause lag der ATSV wieder mit zwei Toren vorne.

Nach Wiederanpfiff stockte dann vor allem der Angriffsmotor. Insgesamt 22 Fehlwürfe und sieben technische Fehler und Fehlpässe standen am Ende der Partie zu Buche. Zwar gaben die Stormarner die Führung nicht mehr aus der Hand, mussten aber trotzdem lange zittern. Zwischen der 41. und 55. Minute traf der ATSV lediglich ein Mal und bliebt über neun Minuten ohne eigenes Tor. Allerdings schafften auch die Gastgeber in dieser Phase nur zwei Treffer. Am Ende brachten die Stormarner den Sieg über die Runden.

Mit einem Erfolg gegen Quickborn kann der ATSV nun alles klarmachen, ist jedoch gewarnt. Denn es ist nicht einmal fünf Wochen her, dass die Laveaux-Schützlinge das nachgeholte Hinspiel in Quickborn mit 34:38 verloren – eine von nur vier Saisonniederlagen. Und die Quickborner holten 13 ihrer 14 Punkte im Jahr 2026, davon allerdings zehn zu Hause, wo – im Gegensatz zur Heimgartenhalle – nicht mit Haftmitteln gespielt werden darf. Auf die leichte Schulter können die Stormarner die Partie jedenfalls nicht nehmen, wollen jedoch trotzdem alles geben, um das Wunder wahr zu machen.

Zuvor steht jedoch am morgigen Dienstag (20.30 Uhr, Heimgarten) noch das Pokalhalbfinale gegen den Landesliganeunten TH Eilbeck II an. Mit einem Sieg würde die Lavaux-Sieben ins Pokalfinale am 1. Mai in Ellerbek gegen den Regionalligisten TSV Ellerbek einziehen.

Aufstellung ATSV (Tore/Siebenmeter): Nils Himmelsbach (14 Paraden, 46,7 %), Christian Lamprecht (2 Paraden, 50 %), Christian Cornehl (für 1 7m, 0 Paraden) – Tobias Kahl (6), Thilo Saß, Tim Robinson (je 4), Daniel Schulz (3), Robin Samusch, Jascha Deeken (je 2), Jesper Meyer, Joshua Gertz (je 1), Max Ehrentraut, Markus Fraikin, Joschka Grunwald, Malte Lauritzen, Paul Dargel.

Eilbeck: Lennard Danielsen – Ove Jensen (9/1), Yannick Schulz (4), Kristof Kossow (2), Jannis Walz, Christoph Westerhuys, Mirko Ahrens, David Ellrott (je 1), Julius Wallmann, Torben Söhl, Bjarne Ruthke, Paul Schildhauer, Matthias Bludau.

Siebenmeter: 1/1 : 0.

Zeitstrafen: 4:4 (Westerhuys 35., 38., Ruthke 42., Ahrens 45 – Meyer 3., Samusch 35., Deeken 38., Robinson 52.).

Schiedsrichter: Tim Kempe, Philip Sen Gupta (TSV Ellerbek, Rellinger TV).

Spielplan/Ergebnisse

Tabelle

Markus Fraikin

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