Sieg im Spitzenspiel gegen Ellerbek / 1. Herren – TSV Ellerbek II 34:32 (17:18)
Das Topspiel gegen den TSV Ellerbek II konnten die Oberliga-Handballer des Ahrensburger TSV knapp mit 34:32 (17:18) für sich entscheiden. Trotz Sechs-Tore-Rückstandes in der ersten Hälfte setzte sich das Team von Trainer Tim Laveaux durch und bleibt auf Platz eins.
Nicht einmal drei Jahre ist es her, da standen sich die beiden Mannschaften in der Landesliga als ärgste Konkurrenten um den Aufstieg gegenüber. Damals setzte sich am Ende der ATSV durch, wegen freier Plätze ging Ellerbek aber als Zweiter mit hoch. Jetzt war das Duell das Spitzenspiel der Oberliga, in der es Hamburger Meisterschaft und Aufstieg in die Regionalliga geht.
Und in diesem Duell sahen die Schlossstädter zunächst gar nicht gut aus. Nach zahlreichen, teilweise schlecht vorbereiteten Fehlwürfen lag der ATSV nach nicht einmal vier Minuten mit 0:4 hinten. Laveaux verzichtete auf eine frühe Auszeit und konnte mitansehen, wie seine Schützlinge mit drei Toren in Folge auf 3:4 vierkürzten (8.). Nach dem 4:5 gelang den Gästen jedoch wieder ein 4:0-Lauf zur 9:5-Führung (13.). Und mit drei weiteren Treffern in Serie zogen sie sogar bis auf 14:8 davon (18.). Die Stormarner steckten allerdings nicht auf, trafen nun ihrerseits vier Mal in Folge zum 12:14 (23.). Jetzt nahmen die Gäste eine Auszeit, konnten jedoch in der Folge auch nicht verhindern, dass die Hausherren bis zur Pause auf ein Tor herankamen.
Nach dem Wiederanpfiff bliebe es zunächst eng. Dann schafften die Gastgeber einen weiteren 4:0-Lauf zur 26:22-Führung (44.). Abschütteln ließen sich die Ellerbeker jedoch noch nicht. Nach einer Auszeit der Gäste beim Stand von 30:26 zehn Minuten vor dem Ende versuchten sie, mit einer offenen Manndeckung schnell in Ballbesitz zu kommen. Allerdings erhöhte die Laveux-Sieben auf 32:26 (54.), auch weil Christian Cornehl nun sein Tor vernagelte. Mit zahlreichen Paraden, darunter zwei gehaltenen Siebenmetern zog er den Gästen den Stecker. Zwar kam Ellerbek noch einmal auf 32:30 heran (57.), aber die Hausherren behielten die Nerven, legten gleich wieder auf 34:30 vor (59.) und ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.
In der Tabelle steht der ATSV nun mit 25:7 Punkten weiter vorne. Zwei Minuspunkte dahinter stehen der FC St. Pauli und der TH Eilbeck auf den Rängen zwei und vier. Der TV Fischbek auf Platz drei und der TSV Ellerbek II auf Platz fünf haben bereits 11 Minuspunkte.
Am kommenden Sonntag (17 Uhr, Seminarstraße) treten die Ahrensburger beim Tabellenachten TSV Uetersen an. Im Hinspiel feierten sie beim 45:21-Erfolg ihren bislang höchsten Sieg. Allerdings holte der TSV Uetersen, in dessen Heimhalle Haftmittel verboten sind, 12 seiner 15 Punkte zu Hause und schlug unter anderem den FC St. Pauli und die HSG Elbvororte. Der ATSV ist also gewarnt und trainiert deshalb diese Woche auch selbst ohne die geliebte „Backe“.
Aufstellung ATSV (Tore/Siebenmeter): Christian Lamprecht, Christian Cornehl – Lukas Laveau (11), Thilo Saß (7), Tobias Kahl (5), Markus Fraikin (4/3), Jesper Meyer (3), Joschka Grunwald, Jascha Deeken (je 2), Max Ehrentraut, Tim Robinson, Daniel Schulz, Ole Schwartz, Bastian Blietz.
Ellerbek: Marcos Luarte Correas, Matei-Romeo Ionita, Marlon Broecker – Hennes Paulsen (7), Niklas Politz, Marcel Kehr, Christian Brandt, Daniel Römer (je 4), Niklas Jeenicke (3/1), Finn-Niklas Krüger (2), Joel Artzt (2/1), Finn Finck, Pit Pusill-Wachtsmuth (je 1), Tiago Lourose Couto, Stefan Baran Cambero, Jan Petersohn.
Siebenmeter: 4/3 : 4/2 (Fraikin scheitert an Luarte Correas – Cornehl pariert gegen Artzt).
Zeitstrafen: 3:4 (Meyer 17., 58, Grunwald 59. – Finck 9., Artzt 24., 57., Politz 39.).
Schiedsrichter: Olav Petersen, Oliver Reinstorf (THB Hamburg 03).



